An die Kritiker

Eigentlich wollte ich heute über meine Woche berichten. Der Kinobesuch und die komplette Chaoswoche. Aber als ich heute Facebook aufmachte kamen mir wieder fast die Tränen. Erneut musste ich diese Sätze lesen die jeden Betroffenen zutiefst verletzt.

„ADHS gibt es nicht“ „Kinder werden nur mit Drogen vollgepumpt, weil sie etwas anstrengender sind“ „Kinder müssen nur mehr raus kommen und sich im Wald austoben können“ „Früher hieß es das Kind ist aufgeweckt und gut war es – heute hat es gleich ADHS“.

Und schon war er da – der dicke Kloß im Hals. Dazu die Erinnerungen. Wow. ADHS heißt für viele noch immer „Ein Hyperaktives Kind“ und das war es dann. In einer so aufgeklärten Zeit wie die heutige – sollte da nicht wenigstens endlich klar sein dass zu ADHS mehr gehört? Dass „aufgeweckt“ nicht „Hyperaktiv“ ist. Dass ein Hyperaktives Kind oder gar ein aufgewecktes Kind kein ADHS Kind sein muss und dass ein ADHS Kind nicht zwingend Hyperaktiv ist? Und vor allem dass ADHS sich nicht nur auf Kinder bezieht? Und auch wenn die Grenzen gerne mal zwischen Medikament und Drogen verschwimmen (es gibt einige Medikamente die gerne als Drogen missbraucht werden) sollte man doch irgendwo den Unterschied kennen.

Liebe Kritiker,

ich möchte euch eine kleine Story erzählen und würde gerne besonders von euch einmal erfahren, was ich denn habe – wenn ADHS nicht existiert? Denn meine Schwierigkeiten, meine Symptome sind definitiv echt und vorhanden.

Ich hatte eigentlich eine behütete Kindheit. Bin in einem Einfamilienhaus aufgewachsen. Hatte, nein habe, eine tolle Beziehung zu meinen Eltern. Ich war bei jeder Gelegenheit draußen. Entweder im eigenen Garten oder eben mit Fahrrad oder Inliner raus. Gut ich bin in einer Großstadt aufgewachsen in der es nicht wirklich ein Wald in der Nähe gab. Aber ich war sehr viel draußen und habe getobt und gespielt. Es war eine ruhige Gegend.

Trotz allem war da etwas in mir. Ich konnte es als Kind nie definieren. Ich war extrem Schusselig. Hatte große Schwierigkeiten mich auf wichtige Dinge zu konzentrieren. Ich war extrem Kontaktscheu. Sehr verträumt. Ich habe mir die wildesten Geschichten ausgemalt. Einschlafen war noch nie mein Ding. Ordnung halten hat mich schon immer schlichtweg überfordert.

In der Schule hatte ich so starke Schwierigkeiten im Unterrichtsstoff mitzukommen. Oft bin ich Gedanklich in meine Traumwelt abgedriftet. Ich habe mich ständig ablenken lassen. Ich habe so sehr gekämpft. Und trotzdem hat es nie geklappt. Ich hatte mich immer wie ein Alien gefühlt. In der Schule wurde ich oft ausgelacht. Besonders wenn ich mal wieder Probleme hatte mich auszudrücken. Meine Zeugnisse, also die Beurteilungen darauf, zeigen sehr deutlich dass ich oft sehr Unkonzentriert war und mich habe leicht ablenken lassen. Dass ich auch sehr verträumt und extrem schüchtern war.

Irgendwie habe ich es aber trotzdem geschafft und bin durch die Schulzeit durch.

Zu hause hatte ich einen geordneten Tagesablauf. Als ich aber ausgezogen bin war der Ablauf dahin. Es wurde alles nur noch Chaotischer. Ich war schlichtweg überfordert mit meinem eigenen kleinen Leben. Ich entwickelte Depressionen. Und noch immer fühlte ich mich wie ein Alien. Ich merkte dass ich irgendwie anders war als andere. Ich passte nirgends dazu. Dadurch habe ich mich ein Stück weit selbst ins Abseits gestellt. Wollte ich doch schließlich nicht wieder wegen meiner merkwürdigen Art ausgelacht werden.

Und dann diese Stimmungsschwankungen. Diese ganzen vielen Gefühle in mir drin. Alles ein riesen Chaos. Ständig andere Gefühle und die dann mit der Wucht eines Orkans.

Lange Zeit konnte ich nicht einmal die Symptome wirklich benennen. Ich merkte nur dass ich mit vielem Schwierigkeiten hatte wo andere doch so leicht damit umgingen. „Oje. Nein. Sage nichts. Lass dir ja nichts anmerken. Du musst das doch irgendwie hin bekommen.“ Ich sah das leben aller anderen und wusste – meins läuft längst nicht so. Also stimmt was mit mir nicht. Und so bin ich in die Abwärtsspirale geraten. Egal wo ich war – ich habe mich so sehr geschämt dafür dass ich etwas nicht kann. Etwas das doch eigentlich ganz leicht sein sollte.

Ich habe immer wieder versucht meine Depressionen in den Griff zu bekommen. Und sicher waren sie zwischendurch auch mal besser geworden. Aber alles in allem ging es mir nicht besser. Heute weiß ich warum.

Erst viele Jahre später. Mit 32 Jahren (oder 33 Jahren – kann ich nicht genau sagen wegen fehlendem Zeitgefühl) bekam ich endlich einen Namen für das alles. In der Zeit lernte ich so viel über mich selbst und über mein Leben. Ich merkte dass ich am Ende gar nicht so allein da stand mit meinen Problemen. Und in Anbetracht dessen, dass ich jetzt einen Namen dafür habe und alle Probleme klar definieren kann, zu wissen dass es aus DER Sicht gesehen normal ist – dass es dazu gehört. Das hat mir das Gefühl genommen ein Alien zu sein. Ich gehöre endlich irgendwo dazu. Und vor allem: Endlich macht alles einen Sinn!

Nun. Ich war nie Hyperaktiv. Oder Aufgeweckt. Ich war viel draußen und habe getobt. Ich falle also komplett aus eurem Raster raus. Und trotzdem bekam ich die Diagnose. Und das auch erst im Erwachsenenalter.

Was also würdet ihr zu mir sagen? Welche Diagnose würdet ihr mir denn geben? Wenn es doch die Diagnose ADHS nicht gibt?

Emotionsachterbahn

Emotionen. Gefühle. Gute. Schlechte. Alles gehört zum Leben eines jeden. Wie es ist zu viel zu Fühlen – zuviel von allen – weiß dieser ADSler sehr gut. Wie es ist, wenn sich diese Gefühle manchmal minütlich ändern auch. Und dann mit einer Wucht ankommen die einen einfach umhaut.

War der ADSler gestern noch extrem down, so kann es heute schon wieder anders aussehen. Es ist mit einer Achterbahn zu vergleichen. Dieses auf und Ab, rasante Fahrten. Das kribbeln in der Magengegend, wenn sich die Richtung wieder ändert. Man wird durchgerüttelt. Wirft die Arme in die Luft und schreit was das zeug hält. Kennt ihr oder?

Ich nicht.

Ich mag keine Achterbahnen. Bin ein zu großer Schisser – und ich steh dazu. Aber ich kann es mir bildlich vorstellen.

Meine Emotionen allerdings scheinen mehr als gerne Achterbahn zu fahren – mein Schreibstil irgendwie auch, wie ich gerade merke.

Nun denn, wie bereits erwähnt fahren die Emotionen des ADSlers an sich gerne Achterbahn. So ist dieses Exemplar hier gestern wohl eher ordentlich im freien Fall gewesen. Schlaf wird sowieso überbewertet. Durchweg nur negative Emotionen mit ein Hauch von Positiven. Schön im Wechsel, damit das Kribbeln in der Magengegend, das durchgeschüttelt werden und der Schwindel hinterher so richtig schön zur Geltung kommt. Schlaf wird eh überbewertet, als war lange Gedankenkarussell angesagt. Grübeln. Wie fein und was muss das muss eben manchmal. Gehört ja zum leben dazu.

Und heute? Da dachte der ADSler noch, lassen wir es ruhig angehen. Erstmal das Kind zur Schule schaffen und dann gemütlich erstmal in die Gänge kommen.

Hahahaha – da hatte die Achterbahn aber mal einen Lachanfall vom Feinsten. Schon auf dem Rückweg hat sich dieses ADSler-Exemplar die Musik auf den Kopfhörern lauter gedreht und man merkte wie die Bahn langsam in die Steigung geht. Aufwärts…

Zu hause angekommen wurde das Handy an den Strom gehangen – man will ja keine Unterbrechung in der Musik.

Die Lautstärke ging weiter in die Höhe – genau wie die Bahn. Und dann? Ja dann muss irgendwas durchgebrannt sein im ADSler…

Unruhe stieg ins unermessliche und alles wollte sich bewegen. Arme. Beine. Alles. Und so bewegte sich der ADSler im Rhythmus der Musik in Richtung Küche und fing doch tatsächlich an die Küche aufzuräumen.

Wtf. Was ist da los? Was ist aus der guten alten Prokrastination geworden? Sie war doch so schön. Wir haben uns geliebt? Und jetzt? Kommt so ein scheiß hoch daher und macht uns die Beziehung kaputt?

Tanzend wird also aufgeräumt und geputzt. Hallo Motivation. Wo kommst du denn auf einmal her? Aber gut dass mich hier niemand sieht. Ich glaube den Anblick will sich echt niemand antun. Da hampelt ein Durchgeknallter ADSler durch die Küche und wackelt mit dem etwas zu breit geratenen Hintern, hüpft und rudert wild mit den Armen. Und das nennt sich Tanzen???

Und dann passiert es… Da fliegen ein paar Worte durch den Kopf. Sie formen sich zu Sätzen. Die Sätze vermehren sich und werden zu Absätzen. Nun aber schnell. Alles aufhören und Laptop an und aufschreiben. Sowas darf man doch nicht verkommen lassen.

Der Bewegungsdrang hält weiter an. Kopfhörer sind ja auch noch auf dem Kopf…. Das muss echt ein geniales Bild abgeben wie der ADSler da am Laptop sitzt. Höchste Konzentration. Totaler Fokus. Tippend. Textschreibend. Kopfhörer auf und Laute Musik an und wackelnd nach dem Rhythmus.

Das Geilste am ADS??? Ganz klar der Hyperfokus!

Und meine Kaninchen sitzten da und gucken mich an. Ziemlich ungläubig. Wenn die denke könnten ich kann mir gut vorstellen was die sich gerade denken: „Irgendwas stimmt mit der nicht. Da ist doch ne Sicherung durchgebrannt! Mädl – was immer du nimmst – nimm weniger oder gib uns was ab!“

Jaaahaaaaaaa – das ist die Achterbahnfahrt. Hier geht es gerade ordentlich rund. Ein Looping nach dem Anderen. Und immer weiter hinauf bis der Kopf in Wolken aus rosa Zuckerwatte steckt.

Scheiße – ich glaube irgendwas war heute im Kaffee….

Warum ist Routine so wichtig?

Im Leben eines ADHSlers hat das Chaos die Oberhand. Es ist ein Chaos das einfach nicht in den Griff zu bekommen ist.

Um trotzdem in dem ganzen Chaos etwas Ordnung zu haben brauchen ADHSler eine feste Routine. Für uns ist eine feste Routine unser halt. Unsere Sicherheit.

Ich habe mir einen festen Tagesablauf aufgebaut. Diesen habe ich verinnerlicht. Ich brauche ihn. Wir haben feste Zeiten für Essen. Es steht fest wann was gemacht wird. Klar definierte Abläufe zu teilweise festen Zeiten.

Für Schultage und Wochenende habe ich einen gut Strukturierten Tagesablauf erarbeitet mit dem ich mich wohl fühle. Ich weiß was auf mich zu kommt. Es ist Sicherheit pur. Wohlbefinden pur.

Es hält mein Chaos in Grenzen.

Für Außenstehende ist dieses Verhalten befremdlich. Dieses krampfhafte „an Zeiten halten“. Dass ständig ein Wecker klingelt weil wieder eine feste Zeit angekommen ist nervt viele. Andere finden es lustig. Für mich aber ist es so wichtig wie der Fahrradhelm für einen Radfahrer.

Auch schwierig für Außenstehende zu verstehen ist, dass man sich an scheinbar Kleinigkeiten festhält. Man scheint extrem unflexibel. Verbohrt. Ja irgendwie Verrückt.

Was soll ich dazu sagen? Ja – wir kommen uns auch manchmal so vor. Hätten wir es gerne anders? Na klar. Aber jetzt mal ehrlich? Hat nicht jeder gerne ein wenig Sicherheit in seinem Leben? Für uns ist es eben die Routine. Ihr müsst bedenken – unsere Welt sieht anders aus. In unserer Welt herrscht das Chaos. Unsere Impulsivität ist unberechenbar. Wir wissen oft selbst nicht was wir als nächstes tun. Und in so einer anstrengenden und Chaotischen Welt… Was glaubt ihr, wie erholsam es ist wenn wir wissen – jetzt kommt wieder eine Feste Zeit. Das ist gut geplant. Es ist fest und sicher.

Was aber wenn diese Routine wegfällt? Was ist wenn der gut Strukturierte Tagesplan durchkreuzt wird? So zum Beispiel immer in den Ferien?

Es fällt ganz viel Sicherheit weg. Ich gerate völlig aus der Bahn.

Und das nur weil in der Zeit mein Kind nicht in der Schule ist. Für viele ist das nur eine Kleinigkeit. Klar – man hat doch auch noch andere Routinen die man einhalten kann. Das muss sich doch ausgleichen? Das kann doch nicht so schwer sein. Dann muss man sich eben mal zusammen reißen.

Ja… Nee…. Nicht wirklich. Bei uns setzten sich Routinen so fest, dass nur eine kleine Änderung alles aus der Bahn werfen kann. Ich meine, wenn ihr Fahrrad fahrt dann sichert ihr euch doch auch völlig ab. Fällt da eine Sicherung weg, wie zum Beispiel nachts das Licht – fahrt ihr dann trotzdem? Schließlich habt ihr ja noch genug Sicherheitsmaßnahmen.

Wie ich schon sagte, gerate ich bei einer Veränderung meiner Routine total aus der Bahn. Alle anderen Routinepunkte sind völlig durcheinander. Ich kann nicht mehr klar denken und komme nur schwer in die Gänge. Es ist viel schwerer mich zu konzentrieren und alles halbwegs zu überstehen. Der Überblick verfliegt total. Irgendwann habe ich auch kein Zeitgefühl mehr. Die Tage verfliegen nur so vor sich hin ohne dass ich es so richtig Wahrnehme. Manchmal weiß ich nicht mehr richtig was gerade für ein Tag ist.

Und dann die Emotionale Verfassung. Achterbahn ist nichts dagegen. Ich habe die Emotionale Stabilität einer Seifenblase. Muss mich aber halbwegs in Zaum halten. Wie soll das bitte gehen?

Am Ende bin ich nur noch froh wenn die Ferien zuende sind und ich meinen normalen Ablauf wieder habe. Es dauert dann noch so 1-2 Wochen bis ich wieder halbwegs meine ganz eigene Normalität zurück habe.

Veränderungen der Routine sind immer eine riesen Herausforderung.

Bitte denkt beim nächsten Mal erst einmal genauer nach, bevor ihr einem ADHSler die Routine nehmt und ob es für euch wirklich so schlimm wäre, wenn ihr dann doch lieber der Routine folgt. Bitte denkt einfach mal daran für wen es schlimmer ist. Der ADHSler ohne Routine oder ihr mit Routine?

Ein ADSler beim Escape Game. Oder Escape the Room. Oder wie auch immer das Ding heißt.

Ich muss vorweg nehmen, das Erlebnis von dem ich nun erzählen möchte, liegt bereits einige Tage zurück. Eigentlich wollte ich Sonntag Abend direkt hinterher berichten. Aber Ich erlag dann doch meiner Müdigkeit und meines Erschöpft sein.

Nun, aber von Anfang an: Es war Weihnachten, als wir von meinem Herrn Papa und seiner liebsten einen Umschlag überreicht bekamen – als Weihnachtsgeschenk. Es war die Einladung mit ihnen ein Event in einem sogenannten Escape Room zu erleben. Oder in meinem Fall: zu überleben.

Es wird einigen bekannt sein. Man wird in einem Raum eingeschlossen und muss Aufgaben oder Rätsel lösen um wieder hinaus zu kommen.

Wir fanden zu viert einen Termin.

Sonntag war es dann soweit. Das Kind war bereits am Freitag untergebracht worden bei ihrer Freundin. Und mein Freund und ich dackelten los. Erste Herausforderung: Die Fahrt nach Berlin. So wie es oft eine Herausforderung ist. Eine Zugfahrt. Viele Eindrücke. Viele Reize. Viele Menschen. Und dann auch noch Ersatzverkehr. Also mehrfach umsteigen und durch Bahnhöfen dackeln.

Aber ich machte mir meinen eigenen Spaß und beobachtete die Menschen. So lief zum Beispiel, ein Mensch vor uns in voller Eisbären Montur. Ein Einzelner. Ich dachte erst: Oh – ist heute also ein Eisbärenspiel? Dann begutachtete ich mir den Jungen Mann noch genauer. Mehrere Schals (heißt das Schals?) um die Hüften rum angeordnet. Es sah aus wie ein Rock. Hihi. Ich fragte mich ob auch Eisbären etwas unter ihren Schal-Röcken tragen. Und dann bekam ich Mitleid. Schließlich war es ein einzelner Eisbär. Wo war sein Rudel? Ist er Einsam?

Als wir auf den Bus warteten sah ich noch einmal zum Bahnhof zurück und entdeckte, der arme, einsame Eisbär fand doch noch sein Rudel und das ganze Rudel machte sich auf den Weg. Na was für ein Glück. Ich schickte noch in Gedanken ein Viel Glück für das Spiel hinterher und schon saßen wir im Bus. Es war ein Reisebus. Sehr angenehm zu fahren. Wenn alle Sitze in einer Richtung zeigen fühlt man sich eindeutig weniger beobachtet von anderen Mitfahrern.

Aber genug von der Fahrt. Ich wollte ja vom Event erzählen.

Also – Denken unter Zeitdruck. Auf kleinstem Raum. Keine Fluchtmöglichkeit. Verdammte Axt. Aber gut, da muss ich durch.

Ich war übelst aufgeregt. Wusste ja nicht einmal was auf mich zukommt. Völlig unbekannte Situation in die ich da hineingeworfen werde. Und das ist etwas, das absolut nichts für mich ist. Das Unbekannte.

Nun denn. Augen zu und durch. Wir fuhren zu viert zu dem Veranstaltungsort. Dort aufgeschlagen wurden erst Jacken und Taschen abgegeben. Handys sollten ebenfalls ins Schließfach und erst einmal in einem Warteraum platz nehmen.

Aber nicht lange, dann wurden wir von unserem Spielführer abgeholt. Wir bekamen die Regeln erklärt und eine kurze Einführung in die Geschichte. Und schon ging es ab in den Raum. Tür zu und die Uhr lief. 3 aus unserer Gruppe fingen gleich an sich umzusehen und legten los nach Hinweisen zu suchen. Und ich? Ja. Die kleine ADSlerin stand erstmal da. Völlig überfordert. Wollte mich im Kreis drehen. Ich war sowas von erschlagen von den ganzen Eindrücken. Ein kleiner Raum. Vollgestellt mit Utensilien. Bücherregale und allem möglichen. Und die Zeit lief. Verdammt. Wir fanden 2 Schlösser, die wir öffnen mussten. Aber wie waren die Zahlen? Und die kleine ADSlerin immer noch leicht überfordert.

Mit der Zeit jedoch hat auch die kleine ADSlerin sich eingefunden und konnte den einen oder andren wertvollen Beitrag leisten. Selbst ein Schloss öffnete die ADSlerin völlig selbstständig.

Ich bekam einen Geistesblitz und ohne ein Wort (da war ich eh nicht so richtig zu in der Lage), hockte mich zur Truhe hinunter und zack. Da war das Schloss auf. Ha!!! Und da sagt noch mal einer wir ADSler sind zu nix in der Lage!! Seit dem fluppte es weitaus besser und ich kam so richtig in Fahrt.

Letzten Endes haben wir die Zauberschule dann in 56 Minuten geschafft. Es hat ein riesen Spaß gemacht. Ja gut – es war mega anstrengend aber der Spaßfaktor war riesig.

Alle bedenken die ich vorher hatte waren völlig unbegründet. Ich lebe noch. Der Raum steht auch noch.

Die Rückfahrt verlief dann auch wie im Flug. Noch schnell das Kind abgeholt und ab nach Hause. Völlig erschöpft sind wir dann ins Bett gefallen. Aber mit einer wunderschönen Erinnerung, an ein Wahnsinns Erlebnis, mehr in unserem Herzen.

Und nun werden die Ferien ausgenutzt um sich etwas zu erholen…