Emotionsachterbahn

Emotionen. Gefühle. Gute. Schlechte. Alles gehört zum Leben eines jeden. Wie es ist zu viel zu Fühlen – zuviel von allen – weiß dieser ADSler sehr gut. Wie es ist, wenn sich diese Gefühle manchmal minütlich ändern auch. Und dann mit einer Wucht ankommen die einen einfach umhaut.

War der ADSler gestern noch extrem down, so kann es heute schon wieder anders aussehen. Es ist mit einer Achterbahn zu vergleichen. Dieses auf und Ab, rasante Fahrten. Das kribbeln in der Magengegend, wenn sich die Richtung wieder ändert. Man wird durchgerüttelt. Wirft die Arme in die Luft und schreit was das zeug hält. Kennt ihr oder?

Ich nicht.

Ich mag keine Achterbahnen. Bin ein zu großer Schisser – und ich steh dazu. Aber ich kann es mir bildlich vorstellen.

Meine Emotionen allerdings scheinen mehr als gerne Achterbahn zu fahren – mein Schreibstil irgendwie auch, wie ich gerade merke.

Nun denn, wie bereits erwähnt fahren die Emotionen des ADSlers an sich gerne Achterbahn. So ist dieses Exemplar hier gestern wohl eher ordentlich im freien Fall gewesen. Schlaf wird sowieso überbewertet. Durchweg nur negative Emotionen mit ein Hauch von Positiven. Schön im Wechsel, damit das Kribbeln in der Magengegend, das durchgeschüttelt werden und der Schwindel hinterher so richtig schön zur Geltung kommt. Schlaf wird eh überbewertet, als war lange Gedankenkarussell angesagt. Grübeln. Wie fein und was muss das muss eben manchmal. Gehört ja zum leben dazu.

Und heute? Da dachte der ADSler noch, lassen wir es ruhig angehen. Erstmal das Kind zur Schule schaffen und dann gemütlich erstmal in die Gänge kommen.

Hahahaha – da hatte die Achterbahn aber mal einen Lachanfall vom Feinsten. Schon auf dem Rückweg hat sich dieses ADSler-Exemplar die Musik auf den Kopfhörern lauter gedreht und man merkte wie die Bahn langsam in die Steigung geht. Aufwärts…

Zu hause angekommen wurde das Handy an den Strom gehangen – man will ja keine Unterbrechung in der Musik.

Die Lautstärke ging weiter in die Höhe – genau wie die Bahn. Und dann? Ja dann muss irgendwas durchgebrannt sein im ADSler…

Unruhe stieg ins unermessliche und alles wollte sich bewegen. Arme. Beine. Alles. Und so bewegte sich der ADSler im Rhythmus der Musik in Richtung Küche und fing doch tatsächlich an die Küche aufzuräumen.

Wtf. Was ist da los? Was ist aus der guten alten Prokrastination geworden? Sie war doch so schön. Wir haben uns geliebt? Und jetzt? Kommt so ein scheiß hoch daher und macht uns die Beziehung kaputt?

Tanzend wird also aufgeräumt und geputzt. Hallo Motivation. Wo kommst du denn auf einmal her? Aber gut dass mich hier niemand sieht. Ich glaube den Anblick will sich echt niemand antun. Da hampelt ein Durchgeknallter ADSler durch die Küche und wackelt mit dem etwas zu breit geratenen Hintern, hüpft und rudert wild mit den Armen. Und das nennt sich Tanzen???

Und dann passiert es… Da fliegen ein paar Worte durch den Kopf. Sie formen sich zu Sätzen. Die Sätze vermehren sich und werden zu Absätzen. Nun aber schnell. Alles aufhören und Laptop an und aufschreiben. Sowas darf man doch nicht verkommen lassen.

Der Bewegungsdrang hält weiter an. Kopfhörer sind ja auch noch auf dem Kopf…. Das muss echt ein geniales Bild abgeben wie der ADSler da am Laptop sitzt. Höchste Konzentration. Totaler Fokus. Tippend. Textschreibend. Kopfhörer auf und Laute Musik an und wackelnd nach dem Rhythmus.

Das Geilste am ADS??? Ganz klar der Hyperfokus!

Und meine Kaninchen sitzten da und gucken mich an. Ziemlich ungläubig. Wenn die denke könnten ich kann mir gut vorstellen was die sich gerade denken: „Irgendwas stimmt mit der nicht. Da ist doch ne Sicherung durchgebrannt! Mädl – was immer du nimmst – nimm weniger oder gib uns was ab!“

Jaaahaaaaaaa – das ist die Achterbahnfahrt. Hier geht es gerade ordentlich rund. Ein Looping nach dem Anderen. Und immer weiter hinauf bis der Kopf in Wolken aus rosa Zuckerwatte steckt.

Scheiße – ich glaube irgendwas war heute im Kaffee….

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